Wie beeinflussen soziale Medien das Selbstbild junger Menschen? Welche Schönheitsideale prägen unsere Gesellschaft? Und wie können Kinder lernen, sich selbst wertzuschätzen und kritisch mit digitalen Inhalten umzugehen? Mit diesen Fragen setzt sich das Projekt „REAL ME – du bist mehr als man sieht“ auseinander. Unter dem Motto „Echt sein statt perfekt sein“ wurde das Projekt am 2. Juni 2026 im Rahmen eines Projekttages an der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland (PPH Burgenland) vorgestellt und gemeinsam mit Schüler:innen der Volksschule Eisenstadt praktisch umgesetzt.
„Wir leben in einer Zeit, in der besonders junge Menschen täglich mit scheinbar perfekten Bildern konfrontiert werden. Viele dieser Darstellungen haben mit der Realität wenig zu tun. Umso wichtiger ist es, Kinder frühzeitig dabei zu unterstützen, ein gesundes Körperbild zu entwickeln, Medien kritisch zu hinterfragen und ihren Selbstwert unabhängig von äußeren Idealen zu stärken“, betonte Frauenlandesrätin Daniela Winkler bei der Projektvorstellung.
Ziel des Projekts ist die Förderung von Körperbewusstsein, Selbstwert und digitaler Resilienz bei Schüler:innen der dritten und vierten Volksschulstufe. Im Mittelpunkt stehen die kritische Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen im Wandel der Zeit sowie die Auswirkungen von Bildbearbeitung und sozialen Medien auf die eigene Wahrnehmung. Entwickelt wurden die Unterrichtsmaterialien und didaktischen Werkzeuge von Studierenden der Primarstufe der PPH Burgenland gemeinsam mit Lehrenden sowie in Kooperation mit FEMININA – Frauengesundheit im Burgenland. Die Materialien behandeln Themen wie Körperbilder und Selbstwert, gesellschaftliche Schönheitsnormen, Bodyshaming, Medienkompetenz sowie die Förderung von Resilienz und Selbstwirksamkeit.
„Schule ist heute weit mehr als ein Ort der Wissensvermittlung. Sie ist Lebensraum und hat den Auftrag, Kinder zu selbstbewussten, reflektierten und starken Persönlichkeiten zu begleiten. Pädagoginnen und Pädagogen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Deshalb ist es besonders wertvoll, dass sich bereits angehende Lehrkräfte intensiv mit diesen gesellschaftlich hochrelevanten Themen auseinandersetzen“, so Winkler. Die Landesrätin hob zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Expert:innenorganisationen hervor: „Mein besonderer Dank gilt der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland sowie dem Team von FEMININA. Durch diese starke Partnerschaft gelingt es, stereotype Rollenbilder aufzubrechen und Mädchen sowie junge Frauen nachhaltig zu stärken.“
Text- und Bildquelle: PPH Burgenland
Bildquelle (Gruppenbild): Landesmedienservice Burgenland
(v.l.n.r.) Elke Aufner-Hergovich (Geschäftsführerin FEMININA), Bildungslandesrätin Daniela Winkler, Vizerektorin Eva Gröstenberger, Astrid Gruber (FEMININA) und Schulqualitätsmanagerin Susanne Wallner mit Kindern der Volksschule Eisenstadt.



